Introvertiert und im Sportverein: Gemeinsam aktiv, ohne im Mittelpunkt zu stehen


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Für extrem introvertierte Menschen ist der Alltag nicht immer leicht. Wer nicht gerade als Eremit im Wald leben möchte, kommt zwangsläufig regelmäßig mit fremden Menschen in Kontakt. Introvertiert zu sein bedeutet außerdem keineswegs, keine menschlichen Kontakte pflegen zu wollen. Nur kann es eben etwas schwieriger sein, neue Kontakte und Freundschaften erst einmal entstehen zu lassen.

Vereinssport kann hier eine interessante Lösung sein, auch wenn das im ersten Moment vielleicht nicht unbedingt naheliegend erscheint. Tatsächlich bietet er viele Möglichkeiten, praktisch „nebenbei“ neue Menschen kennenzulernen, ohne dafür gleich mit jedem aktiv reden zu müssen oder selbst im Mittelpunkt einer Gruppe zu stehen.

Introversion beeinflusst viele Entscheidungen im Alltag

Introversion zeigt sich nicht erst bei großen gesellschaftlichen Anlässen. Sie kann schon bei ganz alltäglichen Entscheidungen eine Rolle spielen. Statt bei einem Unternehmen anzurufen, wird lieber eine E-Mail geschrieben. Eine Einladung zu einer Party klingt zunächst gut, bis sich herausstellt, dass dort außer einem einzigen Freund fast nur fremde Menschen sein werden.

Und lässt sich eine Angelegenheit vollständig über das Internet erledigen, fällt die Entscheidung nicht selten gegen den zusätzlichen persönlichen Kontakt. Die Digitalisierung hat vieles davon einfacher gemacht. Einkäufe können online erledigt werden, ohne dafür in ein Geschäft gehen zu müssen.

Filme und Serien laufen zu Hause über Streamingdienste, während für einen Kinobesuch erst einmal ein öffentlicher Ort mit vielen anderen Menschen aufgesucht werden muss. Auch Glücksspiel kann komplett online stattfinden, anstatt dafür eine Spielbank mit anderen Gästen und Mitarbeitern zu besuchen.

Auf Plattformen wie Casino Groups findet man dann einen Anbieter, muss nur ein paar Daten eintippen und kann direkt spielen, ohne dabei irgendeinem Menschen zu begegnen. Casino Groups, bzw. Vergleichsplattformen im Allgemeinen sind für introvertierte Menschen auch ein idealer Weg, die Meinungen andere Nutzer zu erfahren, ohne sich direkt auszutauschen.

Solche kleinen Ausweichmanöver sind für sich genommen erst einmal kein Problem. Schwierig kann es werden, wenn persönliche Kontakte deshalb immer häufiger komplett vermieden werden. Aus einem einzelnen „Heute bleibe ich lieber zu Hause“ kann schnell eine Gewohnheit werden.

Neue Menschen kennenzulernen wird dadurch nicht einfacher, denn dafür braucht es irgendwann doch Situationen, in denen sich die eigenen Wege mit denen anderer Menschen kreuzen.

Sport alleine vs. Sport im Team

Auch der Sport bietet introvertierten Menschen viele Möglichkeiten, andere Menschen gezielt zu meiden. Beim Joggen dreht man alleine seine Runden und im Fitnessstudio setzt man einfach die Kopfhörer auf und folgt seinem individuellen Trainingsplan, um bloß von niemandem angesprochen zu werden. 

Am anderen Ende stehen klassische Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball. Hier lässt sich der Kontakt mit anderen kaum vermeiden. Im Training werden Übungen gemeinsam absolviert, während eines Spiels muss miteinander kommuniziert werden und die eigene Leistung ist eng mit der Mannschaft verbunden.

Für stark introvertierte Menschen kann allein diese Vorstellung zunächst abschreckend wirken. Zwischen dem einsamen Jogger und der elfköpfigen Fußballmannschaft gibt es allerdings noch ziemlich viel Platz. Vereinssport ist schließlich nicht automatisch Mannschaftssport.

Schwimmen, Leichtathletik, Bogenschießen, Tennis oder verschiedene Kampfsportarten können ebenfalls in einem Verein ausgeübt werden. Trainiert wird dabei mit anderen Menschen am gleichen Ort, während die eigentliche sportliche Leistung zu großen Teilen individuell bleibt.

Damit lässt sich über die Wahl der Sportart auch beeinflussen, wie intensiv der Kontakt mit anderen während des Trainings überhaupt sein muss. Einige Bahnen im Schwimmbecken sind schließlich etwas anderes als 90 Minuten gemeinsam auf dem Fußballplatz.

Im Sport entstehen Gespräche oft nebenbei

Das erste Gespräch mit einem fremden Menschen anzufangen, kann für Introvertierte eine ziemliche Hürde sein. Im Sportverein fällt zumindest die Suche nach einem Gesprächsthema weg. Schließlich sind alle aus demselben Grund dort. Eine Frage zur nächsten Übung, ein Kommentar zum Training oder die gemeinsame Freude über einen gelungenen Versuch reichen oft schon für die ersten paar Sätze.

Aus einer kurzen Unterhaltung muss auch nicht sofort ein längeres Gespräch werden. Beim nächsten Training sieht man sich ohnehin wieder. Vielleicht bleibt es zunächst bei einem „Hallo“, einige Wochen später werden daraus ein paar Sätze und irgendwann spricht man auch über Dinge, die mit dem Sport überhaupt nichts mehr zu tun haben.

Auf einer Party voller fremder Menschen sieht die Situation ganz anders aus. Dort muss erst einmal ein Anlass gefunden werden, überhaupt jemanden anzusprechen. Beim Training ist das gemeinsame Thema bereits vorhanden. Und wenn gerade niemand Lust auf ein Gespräch hat, gibt es mit der nächsten Übung auch einen ziemlich guten Grund, einfach wieder mit dem Sport weiterzumachen.

Das nimmt dem Kennenlernen ein wenig den Charakter einer eigenen Aufgabe. Man trifft sich zum Sport und lernt sich mit der Zeit trotzdem kennen.

Aus bekannten Gesichtern können Freunde werden

Im Sportverein begegnet man meist jede Woche denselben Menschen. Das macht das Kennenlernen deutlich einfacher. Nach einem kurzen Gespräch muss man nicht sofort Telefonnummern austauschen oder den Mut für eine Verabredung aufbringen. Spätestens beim nächsten Training sieht man sich sowieso wieder.

Nach ein paar Wochen kennt man die Namen, grüßt sich und weiß vielleicht schon ein bisschen mehr voneinander. Irgendwann bleibt man nach dem Training noch zehn Minuten zusammen sitzen, fährt gemeinsam zu einem Wettkampf oder geht danach noch etwas essen.

Das passiert nicht unbedingt nach drei Trainingseinheiten und auch nicht mit jedem Menschen in der Gruppe. Und das muss es aber auch gar nicht. In einer Trainingsgruppe mit 20 Personen werden vermutlich nicht 20 neue Freundschaften entstehen.

Vielleicht versteht man sich mit drei Leuten ganz gut und mit einer Person irgendwann richtig gut. Der Sport sorgt zunächst nur dafür, dass man sich regelmäßig begegnet. Was daraus entsteht, kann sich dann über Wochen oder Monate entwickeln.

Den passenden Sportverein finden

Der erste Besuch dürfte für viele Introvertierte trotzdem der schwierigste Teil sein. Eine unbekannte Halle, fremde Menschen und keine Ahnung, wie das Training abläuft, lassen sich schließlich nicht komplett umgehen. Deshalb kann es helfen, sich den Verein vorher online anzusehen.

Viele Vereine zeigen auf ihrer Website oder ihren Social-Media-Kanälen, wo trainiert wird, wie groß die Gruppen ungefähr sind und an wen sich Interessierte wenden können. Für den ersten Kontakt reicht dann oft eine Nachricht oder E-Mail. So muss nicht gleich bei einem fremden Trainer angerufen werden.

Und auch ein Probetraining ist praktisch, bevor eine feste Anmeldung erfolgt. Nach ein oder zwei Terminen lässt sich schon wesentlich besser einschätzen, wie wohl man sich mit der Gruppe und der Atmosphäre fühlt.

Passt der erste Verein nicht, probiert man eben einen anderen. Es darf deshalb ruhig mehr als ein Probetraining bei verschiedenen Vereinen sein, bis der richtige gefunden ist.


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